
Ortsgeschichte
Per 01.01.2014 fusionierten die Gemeinden Büren zum Hof, Etzelkofen, Fraubrunnen, Grafenried, Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried sowie die Friedhofgemeinde Grafenried - Fraubrunnen - Zauggenried, Oberstufenschulverband Fraubrunnen, Schulverband EtzLiMü, Gemeindeverband öffentliche Sicherheit, Friedhofgemeinde Limpach und WALM Limpach/Mülchi zur neuen Gemeinde Fraubrunnen.
Diese besteht von nun an aus den 8 Dörfern zu welchen Sie nachfolgend weitere Informationen finden.
Einzelne Dörfer
Büren zum Hof
Büren zum Hof liegt mitten in der Kornkammer des Kantons Bern. Der verbreitete Name «Büren» weist auf nas-sen, sauren Boden hin – das nahe «Moos» entlang der Emme war einst Sumpfgebiet. «…zum Hof» dürfte auf die ehemalige Zugehörigkeit der Höfe zum Kloster Fraubrunnen zurückgehen. 1249 als «Burron» erstmals erwähnt, feierte das Dorf 1999 sein 750-Jahr-Jubiläum.
Der Alpenzeiger auf der Bürenhöhe zwischen Büren zum Hof und Limpach – mit Linde, Gedenksteinen und dem handgemalten Alpenpanorama – wurde vor 99 Jahren am 1. August 1926 eingeweiht und von der Flurgenossen-schaft an die Gemeinde übergeben. Auf dieser Wachthaushöhe wurden früher bei Gefahr die «Chutzen» (Wacht-feuer bei Kriegsgefahr) entzündet – bei klarem Wetter bietet sich ein seltener Rundblick vom Jura (Chasseral bis Unterer Hauenstein) bis zu den Alpen (Titlis bis Wildstrubel).
Spuren schwerer Zeiten zeigen die beiden Denkmäler zum Guglerkrieg (1375) und zum Einfall Napoleons (1798). 1815 vernichtete ein verheerender Dorfbrand ganze 17 Häuser. 1923 setzte Büren zum Hof als erste bernische Gemeinde eine Güterzusammenlegung um. Einst prägten Wagnerei, Zimmerei, Schmiede, Sägerei, Läden, Bäcke-rei, Käserei sowie eine Post. Geblieben sind rund 15 grössere und moderne Bauernbetriebe. In der Käserei ent-standen bis vor wenigen Jahren täglich zwei «Lyyb» Emmentaler à etwa 80 kg. 2002/03 wurde sie zum Ge-meindehaus mit Saal, Wohnung, Schulwerkraum, Tiefkühlanlage und der Finanzabteilung der Gemeinde Fraubrunnen umgebaut – Tiefkühlfächer können gemietet werden.
Verkehrstechnisch liegt das Dorf an der Schmalspurbahn Bern–Solothurn (RBS) mit eigenem Bahnhof; Bern ist in rund 20 Minuten erreichbar. Die Autobahn A1 ist über die nahe Ausfahrt Kirchberg gut angebunden. Kurz: Büren zum Hof verbindet eine lange Kloster- und Landwirtschaftstradition mit hoher Wohnqualität, guter ÖV-Erschliessung und naher Natur im Herzen des Mittellands.
Weiterführende Informationen finden Sie auf
https://buere-leist.ch/dorf
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCren_zum_Hof
Etzelkofen
– ein lebendiges Dorf mit ländlichem Charme
Etzelkofen ist ein kleines, ländliches Dorf in der Gemeinde Fraubrunnen mit rund 360 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes reicht bis ins Mittelalter zurück. Bis heute prägen Landwirtschaft, traditionelle Bauernhäuser und die naturnahe Umgebung das Dorfbild. Seit der Gemeindefusion 2014 gehört Etzelkofen offiziell zu Fraubrunnen.
Das Dorf liegt eingebettet in eine hügelige Landschaft mit Wiesen, Feldern und kleinen Wäldern. Alte Gebäude, gepflegte Gärten und ein weiter Blick über das Berner Mittelland verleihen Etzelkofen einen besonderen Reiz. Trotz seiner ruhigen Lage ist das Dorf gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen – Jegenstorf, Messen und weitere Orte sind schnell erreichbar.
Das Gemeinschaftsleben hat in Etzelkofen einen hohen Stellenwert. Die Hornussergesellschaft ist ein fester Bestandteil des Dorfes und pflegt eine traditionsreiche Schweizer Sportart. Darüber hinaus finden zahlreiche weitere Anlässe und Aktivitäten statt, viele davon organisiert vom Dorfleist Etzelkofen. Das vielseitige Vereinsleben und gemeinsame Veranstaltungen fördern den Zusammenhalt und machen das Dorfleben lebendig.
Etzelkofen bietet eine hohe Lebensqualität für alle, die Ruhe, Natur und Gemeinschaft schätzen. Weitere Informationen zum Dorf, zu Veranstaltungen und Angeboten finden Sie unter etzelkofen.ch.
Fraubrunnen
Das Dorf Fraubrunnen ist ländlich geprägt mit rund 1‘825 Einwohnern und liegt ca. 20 km nördlich von Bern und 18 km südlich von Solothurn. Mit dem ehemaligen Kloster und dem Schloss hat Fraubrunnen in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder eine wichtige Rolle gespielt.
Die Infrastruktur bietet Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Schulen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe sowie eine moderne Tageschule. Der Erlebnisspielplatz bei der Schule ist ein Magnet für Jung und Alt. Die Badi im Moos und viel Natur als Naherholungsgebiet laden zum Verweilen ein. Ein reiches Vereinsleben und ein schöner Schlosskeller bieten vielfältige Möglichkeiten an, die Freizeit zu gestalten.
Verkehrstechnisch ist Fraubrunnen gut erschlossen. Die Züge des RBS bringen Sie im Halbstundentakt in gut 20 Minuten nach Bern oder Solothurn. "Dr Bus" verbindet Fraubrunnen mit der Stadt und Region Burgdorf und der Anschluss an die Autobahn liegt nur wenige Kilometer entfernt. Und die grosse Emmeebene lädt zum Velofahren ein.
Grafenried
Kurzporträt
Gesamtfläche: 4,72 km2
davon Wald: 1,65 km2
Einwohnerzahl:
1900: 556
2000: 899
2010: 971
Geschichte
Ausgrabungen zeugen von einer frühen Besiedlung des Gebietes. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1258 unter dem Namen Gravenriet; 1262 ist die Bezeichnung Riede und 1272 Gravinriet überliefert. Der Ortsname geht auf das althochdeutsche Wort riod (Rodung) zurück. Das Bestimmungswort Grafen- wurde zur Unterscheidung von benachbarten Orten desselben Namens (Zauggenried, Kernenried) eingeführt. Es bezieht sich auf die Grafen von Thierstein, denen Grafenried seit dem Mittelalter gehörte. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelangte Grafenried zum Eigentum des Klosters Fraubrunnen.
Ab 1406 stand Grafenried unter Berner Oberhoheit. Nach der Säkularisation der Abtei Fraubrunnen 1528 wurde es Teil der Landvogtei Fraubrunnen.
Kirche Grafenried
Auf einer Anhöhe etwas ausserhalb des Dorfes, dicht an der Grenze zu Fraubrunnen, steht die reformierte Pfarrkirche. Sie geht im Kern auf einen Bau aus dem 8. Jahrhundert zurück, gehörte seit 1258 dem Kloster Fraubrunnen und war seit 1535 (Abbruch der Klosterkirche) Pfarrkirche von Fraubrunnen und Grafenried. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche beim Neubau im Jahr 1747. In den Jahren 1988/89 wurde sie letztmals renoviert. Zusammen mit dem Pfarrhaus (1737) und dem heutigen Kirchgemeindehaus, einem 1978 umgebauten Pfrundhaus von 1813-14, bildet sie eine bemerkenswerte Gebäudegruppe.
Ort im Wandel
Bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts war Grafenried ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägter Ort. Noch heute hat vor allem der Ackerbau, aber auch die Milch- und Forstwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung.
Der Ortskern von Grafenried gehört zu den schützenswerten Ortsbildern von nationaler Bedeutung und weist zahlreiche charakteristische Bauernhäuser im bernischen Landstil aus dem 17. bis 19. Jahrhundert auf.
Das Dorf ist auf der süd-, west- und nord-Seite von Wald umgeben. Zwischen Waldgürtel und Dorfkern liegt viel produktives Kulturland, welches ein landwirtschaftliches Einkommen ermöglicht. Neben den 8 noch vollamtlichen Landwirtschaftsbetrieben sind über 25 KMU-Betriebe verschiedenster Branchen in Grafenried niedergelassen. Die meisten Arbeitnehmer wohnen jedoch als Wegpendler hier und arbeiten vorallem in den Agglomerationen Bern und Solothurn. Ein optimaler öffentlicher Verkehr sowie die nahen Autobahnanschlüsse bieten ideale Voraussetzungen dazu.
Heute ist Grafenried eine aufstrebende Gemeinde mit ländlichem Charakter, die gemäss Leitbild ihre Selbständigkeit beibehalten möchte, die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden jedoch weiter fördert.
Schule und Verwaltung
Im 2004/2005 total renovierten Gemeindehaus beim Bahnhof befindet sich die Spielgruppe und der Kindergarten sowie die modern eingerichtete Gemeindeverwaltung, welche alle Bereiche einer Verwaltung abdeckt (ein Teil der Finanzverwaltung ist nach Fraubrunnen ausgelagert). Im Primarschulhaus an der Etzelkofenstrasse werden in 3 Klassen die Primarschüler der 1. bis 6. Klasse unterrichtet. Ab der 7. Klasse besuchen die Schüler die Oberstufe in Fraubrunnen.
Vereinsleben
Die 6 ortsansässigen Vereine (Sport-Club, Hornusser, Freizeitverein, Männerchor, Bärenbach-Musikanten und Ornithologen) sind sehr aktiv und führen jährlich Meisterschaften, Dorffeste, Lottomatches, Konzerte, Theater und Ausstellungen durch.
Daneben gibt es viele Grafenrieder, die sich benachbarten Vereinen wie Turnverein, Amtschützen oder der Trachtengruppe etc. anschliessen und dort aktiv sind. Im weiteren bietet Grafenried ein sehr attraktives Naherholungsgebiet mit ausgezeichneten Möglichkeiten zum Wandern, Joggen, Reiten etc. oder einfach nur die schöne Gegend geniessen mit Panorama auf die Berneralpen, die Winigen-Berge und den Jura.
Zukunft
Grafenried hat eine attraktive Wohnlage. Dies zeigt sich auch daran, dass nach der 2004 genehmigten Ortsplanungsrevision heute bereits praktisch kein erschlossenes Bauland mehr zur Verfügung steht. Dem Leitbild der Gemeinde konnte in den letzten Jahren nachgelebt werden, mit welchem ein ausgewogenes Wachstum angestrebt wird, welches den gegebenen Infrastrukturen entspricht.
Limpach
Geographische Lage
Limpach liegt ziemlich in der Mitte der Städte Bern, Biel, Solothurn und Burgdorf. Das Dorf lehnt sich an einen Moränehügel am Nordhang zum Limpachtal. Der höchste Punkt ist der Buchhubel (552 m ü.M) und der tiefste Punkt ist das Aetigenmoos (465 m ü.M). Das Wasser des ganzen Dorfes fliesst in den Limpach, welcher zugleich die Grenze zu unserem Nachbarkanton Solothurn bildet. Limpach grenzt im Kanton Bern an Bätterkinden, Schalunen, Büren zum Hof und Mülchi. Das Gemeindegebiet umfasst 444 Hektaren Land, davon sind rund 3,4 Hektaren unproduktiver Boden und 94,5 Hektaren Wald.
Geschichtliches
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Limpach erfolgte 1276 bereits unter dem heutigen Namen; von 1290 ist die Bezeichnung Linbach überliefert. Der Ortsname diente ursprünglich als Gewässername und geht auf das althochdeutsche Wort linta (Linde) zurück. Er bedeutet somit der mit Linden bestandene Bach.
Seit dem Mittelalter stand Limpach unter der Oberhoheit der Grafen von Kyburg. Im 13. Jahrhundert erwarb das Zisterienserinnenkloster Fraubrunnen die Grundherrschaft und den Zehnten über Limpach. Im Jahre 1406 gelangte das Dorf unter Berner Herrschaft und wurde 1528 nach der Säkularisation (Einziehung oder Nutzung kirchlicher Besitztümer wie Land oder Vermögen in staatliche Hände) der Abtei Fraubrunnen der Landvogtei Fraubrunnen im Landgericht Zollikofen zugeordnet. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Limpach während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Schon im 18. Jahrhundert wurden grosse Anstrengungen unternommen, der Versumpfung des Limpachtals entgegenzuwirken. Neues Kulturland wurde jedoch erst während der kantonsübergreifenden Melioration in den Jahren von 1939 bis 1951 gewonnen. Später mussten sogar Pumpwerke gebaut werden, um eine erneute Versumpfung zu verhindern.
Nach der Aufhebung des Amtes Fraubrunnen wurde die Gemeinde dem Verwaltungskreis
Bern Mittelland mit Sitz in Ostermundigen zugeteilt.
Wirtschaft
Obwohl Limpach ein kleines Dorf ist, sind nicht weniger als 14 Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie 13 Landwirtschaftsbetriebe ortsansässig. Von den 13 Landwirtschaftsbetrieben werden 12 von Eigentümern bewirtschaftet. Vier Betriebe haben sich zu einer Tierhaltergemeinschaft zusammengeschlossen. Neben der Wiesenbewirtschaftung für Milchkühe und Masttiere werden hauptsächlich Getreide, Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln angebaut. Zusätzlich werden seit 2003 zwei Geflügelmasthallen zu je 12'000 Einheiten betrieben. In den letzten Jahren hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt.
Viele Erwerbstätige arbeiten hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung sowie in der Agglomeration Bern und Solothurn.
Limpach gestern
Durch eine massvolle Bautätigkeit im Dorf konnte sich Limpach in den letzten Jahren entwickeln. Diese war jedoch so massvoll, dass die Infrastruktur nicht erweitert werden musste. Trotzdem hat das Dorf seinen ländlichen Charakter bewahrt. Dank unserer Dorfgrösse kennt man sich hier noch persönlich und fühlt sich mit dem Dorf und den Einwohnern verbunden. Der malerische Dorfkern mit seinen zahlreichen Bauernhäusern zählt heute zu den schützenswerten Ortsbildern von nationaler Bedeutung.
Mit durchschnittlich 350 Einwohnern gehörte Limpach zu den kleineren Gemeinden des Kantons Bern mit entsprechend begrenzten Möglichkeiten. Deshalb war Limpach in verschiedenen Bereichen (Schule, Feuerwehr etc.) auf die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden angewiesen. Leider hat auch der Trend vom Verschwinden von Betrieben und öffentlichen Institutionen hier in Limpach nicht Halt gemacht. Innert kurzer Zeit wurden die Post und die Käserei geschlossen.
Die Kirchgemeinde Limpach umfasst die ehemaligen politischen Gemeinden Limpach, Büren zum Hof und Schalunen. Die Limpacher Kirche wurde 1808 an Stelle eines kleinen, baufällig gewordenen mittelalterlichen Kirchleins am gleichen Ort errichtet. Ab Ostern 1987 bis Frühjahr/Sommer 1988 wurde die Kirche renoviert. Neben der Kirche stehen das Pfarrhaus und die Pfrundschüür. Der grösste Teil der Einwohner von Limpach ist reformiert.
Die alten Gemeinden Etzelkofen, Limpach und Mülchi hatten ihr Schulwesen über einen Verband, den sogenannten EtzLiMü, geregelt. In Limpach werden die Kinder der 3. - 6. Klasse unterrichtet. Die Oberstufe besuchen die Kinder in Fraubrunnen.
Unsere vier aktive Dorfvereine, die Schützen, die Hornusser, der Männerchor und der gemischte Chor tragen viel zum regen Dorfleben bei.
Limpach heute
Durch die Fusionierung mit den G-8 Gemeinden (Büren zum Hof, Etzelkofen, Fraubrunnen,
Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried) ist Limpach heute ein Dorf der neuen Gemeinde Fraubrunnen. Trotz der Fusion will Limpach Limpach bleiben und seinen offenen Charakter bewahren.
Mülchi
Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah –
In diesem Sinne trifft dies auch auf Mülchi zu. Das Dorf ist im schönen Limpachtal eingebettet.
Wunderschöne Wanderwege, Velotouren und Spaziergänge laden zum Verweilen ein. Die
Einwohnerinnen und Einwohner haben das Glück, ländlich und dennoch zentral zu wohnen. In
nur zwanzig Autominuten erreicht man problemlos die Städte Bern, Solothurn und Burgdorf.
Daneben ist die Gemeinde auch mit dem öffentlichen Verkehr teilweise erschlossen.
Nebst all dem ist Mülchi sehr gesellig – die regelmässigen Anlässe der Vereine werden
geschätzt und gerne, meist auch zahlreich, besucht. Sei es beim Frauentreff, beim
Käsechnitten-Essen, beim Zwirbeln oder am 1.-August-Anlass usw. – hier kommt das Dorf
zusammen. Da sich hier praktisch jeder kennt, herrscht eine ausgesprochen herzliche und
familiäre Dorfatmosphäre, auf die die Mülchigerinnen und Mülchiger zu Recht stolz sind.
Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes im Jahre 1272 unter dem Namen Mulnheim. Später
Mulheim(1354, Mülchy (1570) und Mülchi (1637).
Am 1. September 1773 wurde Mülchi durch einen schrecklichen Grossbrand vernichtet, nur
drei Häuser überstanden den Brand. Im Wesentlichen prägen also Bauten, die nach 1773
entstanden sind, das Erscheinungsbild Mülchis.
Seit dem 1.1.2014 gehört Mülchi zur Gemeinde Fraubrunnen.
Unsere Vereine
• Dorfleist Mülchi / www.muelchi.ch
• Fasnachtsverein Rosedornezunft / www.rosedornezunft.ch
• Froueträff Mülchi / Mit Sommer- und Winter-Programm
• Gemischter Chor Limpachtal / www.gc-limpachtal.ch
• Hornussergesellschaft Mülchi /www.hgmuelchi.ch
• Männerchor Mülchi Limpach / www.männerchor-mülchi-limpach.ch
• Schützengesellschaft Mülchi / www.sg-muelchi.ch
Unsere Gewerbe
• Agri Service Kater GmbH / www.agriservicekater.ch
• Bärtschi Landmaschinen / Forst- und Gartengeräte
• Begleitung-Pflege-Betreuung /www.margritwalther.ch
• Belles Fleurs / www.bellesfleurs.ch
• Druckatelier46 / www.druckatelier46.ch
• Et voilà - ich bin da / www.etvoila-ichbinda.ch
• Hundepension-Pfotentreff / www.hundepension-pfotentreff.ch
• Restaurant/Pizzeria Löwen / www.pizza-lowen.ch
• Sollberger Beat / Malerei und Gipserei
• Treuhand Rieser / www.treuhand-rieser.ch
• Yoga Marianne Jenni / www.magayoga.ch
Schalunen
Das Dorf Schalunen gehört seit dem 01.01.2014 politisch zur neuen Einwohnergemeinde Fraubrunnen. Das Dorf Schalunen liegt auf 500 m ü.M., 10 km nordwestlich der Stadt Burgdorf und 11 km südlich von Solothurn (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich auf einer Geländeterrasse im äussersten Nordosten des Rapperswiler Plateaus, am Rand der Schwemmebene der Emme, im Schweizer Mittelland. Der Dorfkern von Schalunen ist in lockerer Haufenform um ein Strassenkreuz angeglegt, das aus der Landstrasse Bern - Solothurn einerseits und dem Strässchen nach Aefligen und Limpach andererseits gebildet wird.
Auf dem nördlichen Gebiet von Schalunen wurde 1864 beim Pflügen eines Ackers ein Ring aus der La-Tène-Zeit gefunden. Der Armreif ist heute im Historischen Museum in Bern zu bewundern. Vermutlich war dort einmal eine keltisch-römische Siedlung, zu der eine Treppe vom Moos hinaufführte.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1246 unter dem Namen Chaluna. Später erschienen die Bezeichnungen Schalune (1321), Schalunen (1361) und Tschalunen (1412). Die Etymologie des Ortsnamens liegt im Dunkeln.
Ab 1406 stand Schalunen unter Berner Herrschaft. Quer durch das Dorf Schalunen verlief danach eine Grenze: Der südliche Teil des Dorfes gehörte zum Zisterzienserinnenkloster Fraubrunnen und nach deren Säkularisation im Jahr 1528 zur Landvogtei Fraubrunnen im Landgericht Zollikofen. Demgegenüber unterstand der nördliche Teil dem Gericht Bätterkinden in der Landvogtei Landshut. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörten beide Teile Schalunens während der Helvetik zum Distrikt Zollikofen und ab 1803 zum Oberamt Fraubrunnen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Schalunen besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Limpach (reformiert) und zur Pfarrei Utzenstorf (katholisch).
1842 wurde im Moos die Mühle gebaut, welche heute ein Bauernbetrieb ist. 1852 errichteten die Schaluner im Underdorf ihre erste Käserei. Seit 1864 hatte Schalunen eine Poststelle, die ursprünglich in einem Bauernhaus untergebracht war.
Bis zur vorletzten Jahrhundertwende stand in unserem Dorf etwas, was keine der grossen Nachbardörfer vorzuweisen hatte, nämlich ein "Pensionat für Töchter gehobenene Standes". Das Gebäude, in dem dieses Pensionat untergebracht war, steht heute noch. Es ist nun das Restaurant Eintracht.
Schalunen hat folgende Quartiere: Dorf, Unterdorf, Hinterdorf, Underfeld, Holzrütti und Jurastrasse.
Das Dorf Schalunen ist verkehrsmässig recht gut erschlossen. Er liegt an der alten Hauptstrasse von Bern nach Solothurn. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern-Zürich) befindet sich rund 8 km vom Ortskern entfernt. Am 10. April 1916 wurde der Abschnitt Zollikofen-Solothurn, der heute vom Nahverkehrsunternehmen Regionalverkehr Bern-Solothurn betrieben wird, mit einem Bahnhof in Schalunen in Betrieb genommen
Die 1970 einsetzende Bautätigkeit brachte Leben in das anhin ruhige Dörflein mit seinen 120 Einwohnern. Das Underfeld, wo früher Getreide und Kartoffeln geerntet wurden, verwandelte sich in ein Wohnquartier. Jedes Jahr wuchsen hier drei bis vier Häuser aus dem Boden, bis kein Platz mehr für Kartoffeln und Getreide war. Heute stehen an deren Stelle 40 Einfamilienhäuser. Fast zur gleichen Zeit erstellte man die erste Etappe der Kanalisation mit dem Anschluss an die eben fertiggestellte ARA Fraubrunnen-Burgdorf. In den Jahren 2011 - 2013 wurde das Quartier Jurastrasse überbaut. Es entstanden 15 Einfamilienhäuser.
Das Dorf Schalunen zählt heute rund 420 Einwohner.
Im alten Dorfteil, der auf der Emmenterrasse steht, sind die meisten Gebäude Bauernhäuser oder ehemalige Bauernhäuser. Sie sind alle sehr ähnlich gebaut, der Wohnteil als Riegelbau mit Bernerbogen, der Stall gemauert und der Heubühnenteil aus Holz. Alle haben ein weit ausladendes Dach. Sie stammen durchwegs aus dem vorletzten Jahrhundert. Ein Speicher steht sogar seit 1770 auf dem Gemeindegebiet
Zauggenried
In Kürze
Zauggenried ist ein ländlich geprägtes Dorf mit 14 Landwirtschaftsbetrieben und wenig Kleingewerbe.
Obwohl nur 5 Minuten von der Autobahnauffahrt Kirchberg und der Shoppingmeile Lyssach gelegen, ist es doch sehr ruhig gelegen.
Werktags verkehrt ein Bus mit je 7 Halten zwischen dem SBB Bahnhof Burgdorf und der RBS Station Fraubrunnen.
Historisches und Kulturelles
Zur Römerzeit soll eine Heerstrasse von Burgdorf über die „Ried“ nach Fraubrunnen und ins Limpachtal geführt haben. Münzfunde im westlichen Teil des Gemeindegebietes bestätigen, dass die Römer sich hier aufgehalten haben oder durchgezogen sind.
Im 5./6. Jahrhundert erreichten die Alemannen das Gebiet beidseits der Emme. Aus der Chronik der Gemeinden des Kantons Bern ist zu entnehmen, dass der Ortsname als „Ried des Zaugg“ gedeutet wird. Im Jahre 867 findet sich die Bezeichnung „Riete“, 1336 „das enere Ried“ und ab 1438 ist der Ortsname „Zouggenried“ in nahezu heuter Schreibweise nachgewiesen.
Gemeinde und Dorf gehörten zur ehemaligen Landgrafschaft Kleinburgund und zum späteren Landgericht Zollikofen.
Im Mittelalter hatte das Kloster Selz im Elsass hier Besitz, der vermutlich auf eine Schenkung Otto III. zurückging. Später war das Kloster Fraubrunnen im heutigen Gemeindegebiet stark begütert. Nach dessen Aufhebung kam Zauggenried an die Landvogtei Fraubrunnen, 1803 an das gleichnamige Amt.
Aus der eigentlichen früheren Dorfgeschichte ist wenig bekannt. Als Kommandant führte Landweibel Niklaus von Zauggenried am 5. März 1798 ein Landwehrbataillon in der Schlacht auf dem Tafelenfeld bei Fraubrunnen gegen die anrückenden napoleonischen Truppen des Generals Schauenburg. Nach tapferem aber aussichtslosem Kampf ist er dort gefallen.
Schon im 17. Jahrhundert bestand eine gemeinsame Schule mit Kernenried, wo 1781 ein erstes Schulhaus gebaut wurde und tüchtige Lehrer unterrichteten. Gegen Ende des 30-jährigen Krieges war Hans Ebert aus der Kurpfalz als Lehrer tätig. Später amtete Johann Lehner als vorbildlicher Schulmeister an der gemeinsamen Schule in Kernenried, wo er das Stricken einführte. Er wurde alsdann zum Schulinspektor ins Oberland berufen. Vermutlich anfangs des 19. Jahrhunderts wurde die nun nach fast 200 Jahren Tatsache gewordene gemeinsame Schule wieder aufgehoben. Zauggenried baute ein eigenes Schulhaus, das 1932 durch einen stattlichen Neubau ersetzt wurde. Im Jahre 1981 wurde durch Zauggenried und Kernenried in Kernenried gemeinsam ein Kindergarten gebaut, welcher im Jahr 2013/14 in eine erweiterte Schulanlage integriert wird. 1986 wurden die Schulen (1.-6. Klasse) wieder zusammengelegt, eine Klasse wurde im Schulhaus Zauggenried unterrichtet, deren zwei in Kernenried. Ab 2012 wird die Primarschule in Kernenried besucht und das Schulhaus Zauggenried nach und nach geschlossen.
Ab der 7. Klasse besuchen die Kinder aus Zauggenried den Unterricht im Oberstufenzentrum in Fraubrunnen.
1850 erfolgte die Gründung der Käsereigesellschaft Kernenried-Zauggenried. In Kernenried wurde das erste Käsereigebäude erstellt. Nach 35 Jahren hatte sich die Milcheinlieferung verdreifacht. Gebäude und Einrichtungen genügten nicht mehr und die Gesellschaft wurde aufgelöst. Die Bauern von Zauggenried gründeten eine Genossenschaft und beschlossen, eine eigene Käserei zu bauen. Als ersten Milchkäufer und Käser wählten sie am 4. März 1886 Johann Gygax von Münchringen. Der Milchpreis wurde vereinbart zu Fr. 22.—die Sommer- und Fr. 20.—die Wintermilch, pro „Saum“ à 200 kg., bei einem Hüttenzins von Fr. 600.--.
Am 1. Juli 2001 ging die Käserei-Aera in Zauggenried zu Ende. Die Käsereigenossenschaft fusionierte mit der Käsereigenossenschaft K7. Die Käsereiliegenschaft ging ebenfalls ins Eigentum von K7 über und wurde später an einen Bodenleger verkauft.
Der Waldcantonnementsvertrag vom 18. März 1843 zwischen der Rechtsamegemeinheit und der Burgergemeinde ist die eigentliche Geburtsstunde der Burgerkorporation Zauggenried.
Der Vertrag regelte Besitz und Nutzungsrechte der hier ansässigen Burger, den Waldbesitzern einerseits und den Besitzlosen, Tagwnern (Tauner, Taglöhner) oder „haushäblichen Burger ohne Land- und Waldeigentum“ andererseits.
Die Letzteren verzichteten auf alle Holzbezüge aus den „nach Fraubrunnen-Schloss-Bodenzinsurbar von 1748“ den Schupposen-Rechtsamen zugehörigen Wäldern, deren Halt im Vertrag mit 213 Jucharten angegeben wird. Dagegen trat die Rechtsamegemeinheit den im Gemeindegebiet angesessenen, nicht mit Waldeigentum versehenen Burgern, zwei Waldgrundstücke von total 45 Jucharten zu Eigentum ab (die Jucharte zu vierzigtausend Quadratfuss alt Bernmass).
Nach dem Vertrag muss dieser Wald „zu jeden und allen Zeiten“ unverteilt bleiben und der Ertrag darf einzig den „rechtsamelosen, angesessenen Burgern“ zustehen.
Heute wohnen nur noch wenig Nachfahren dieser damals „besitzlosen“ Burger in der Gemeinde. Wir finden sie unter den Namen Aeberhard, Glauser und Schär. Einzig diese haben das Mitgliedschaftsrecht in der Korporation. Andere Zweige dieser Geschlechter gehörten damals zu den Waldbesitzern, ebenso wie die noch heute ansässigen Stämme der Messer.
Die Mitglieder der Burgerkorporation Zauggenried haben ihr gemeinsames Gut von 45 Jucharten Wald und etwa 6 Jucharten Land über Generationen hinweg bis auf den heutigen Tag vorbildlich gepflegt und verwaltet. 1995 wurde ein Burgerhaus erstellt, welches einerseits als Lager dient, andererseits aber auch als Partyraum vermietet wird.
In Zauggenried wurde 1859 Gottfried Kunz geboren, bernischer Finanzdirektor, Betriebsdirektor der BLS, Gründer der Gornergrat-Bahngesellschaft. Er machte sich verdient um die Verkehrsförderung und Nutzbarmachung der Wasserkräfte.
Die bereits in den Jahren 1928/32 durchgeführte Güterzusammelegung brachte der hiesigen Landwirtschaft eine wesentliche Strukturverbesserung.
Zauggenried kann sich begreiflicherweise in verschiedener Hinsicht mit umliegenden stark gewachsenen Dörfern nicht messen. Viele Einrichtungen und Dienstleistungen, die für weite Bevölkerungskriese heute selbstverständlich sind, fehlen in einem kleinen Dorf. 2001 wurde ein Busbetrieb zwischen den Bahnhöfen Burgdorf und Fraubrunnen über die Shoppingmeile Lyssach eingeführt mit 7 Halten werktags. Ohne Auto wäre aber wohl die Idylle des Landlebens für Manche, die nicht seit Generationen mit der Scholle verbunden sind, weniger reizvoll.
Die 1977 durchgeführte und auf die bäuerlichen Bedürfnisse ausgerichtete Ortsplanung mit einer beschränkten Bauzone ausserhalb des Dorfkerns liess Zauggenried seinen ländlichen Charakter bewahren. Die markanten Riegbauten der Bauernhäuser aus der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts, schöne Wohnstöcke und eine Anzahl weit älterer Kornspeicher prägen das intakte Dorfbild, das es auch fernerhin zu erhalten gilt.
1990 erfolgte eine weitere Ortsplanung, welche das Ziel hatte, die bestehenden Bauten im Moos (ausserhalb der eigentlichen Bauzone) in eine Bestandeszone überzuführen, um den Bestand dieser Bauten durch sinnvolle Umnutzungen zu gewährleisten und durch den Einbau von zusätzlichen Wohnungen das Kulturland zu schonen. Die Bestandeszone wurde durch Baudirektion – gestützt auf die raumplanerische Gesetzgebung– gestrichen. Beim Bundesgericht in Lausanne wurde eine Beschwerde eingereicht, bei welcher Zauggenried leider unterlag.
Ein zweiter Antrag, die bestehenden Bauten entlang der Urtenen in eine Bauzone zu überführen, wurde bei der Ortsplanungsrevision 2011/12 durch den Kanton erneut abgelehnt. Zudem wurde das Baulandumzonungsprojekt durch die Gemeindeversammlung verworfen, so dass Zauggenried nach wie vor kein Bauland hat.
Projekt G8
Am 25.11.2012 haben die Gemeinden Büren zum Hof, Etzelkofen, Fraubrunnen, Grafenried, Limpach, Mülchi und Zauggenried dem Fusionsvertrag an der Urne zugestimmt. Die Gemeindeversammlung Schalunen hat dem Fusionsvertrag einen Tag vorher zugestimmt.