Gemeinde Fraubrunnen
Gemeinde Fraubrunnen

Sozialraumplanung Fraubrunnen

Sozialraumplanung basiert generell auf dem Verständnis, dass die Gestaltung der Gebäude, die Ausstattung der Plätze, die Strassenverläufe, die Gestaltung der Freiräume und das Leben und Handeln der Menschen in Wechselwirkung zueinanderstehen. Es geht dabei auch um die Bedeutung, die bestimmte Orte in der Gemeinde für ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben und um Geschichten und Erinnerungen, die mit bestimmten Orten verbunden sind (Fachhochschule Luzern, o.J.). Der Ansatz der Sozialraumanalyse geht weiter darauf zurück, den Unterstützungsbedarf der Dörfer abzuschätzen und fundierte Entscheidungen für die Gestaltung der räumlichen Umwelt zu treffen. Ziel einer Sozialraumanalyse ist es auch, Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen der gebauten Umwelt und dem sozialen Handeln zu erkennen. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend kann dann die Gestaltung des gebauten Raums erfolgen (Haag, Lingg, Reutlinger, 2022).

Auf 01.01.2014 erfolgte der Zusammenschluss der acht Dörfer zur Gemeinde Fraubrunnen. Da jedes Dorf einen individuellen Charakter sowie eine eigenständige Dynamik hat, gehen solche grösseren Gemeindefusionen nicht selten mit gewissen Identitätsverlusten einher. Zur Stärkung der Dorfgemeinschaft bedarf es einer für jedes Dorf angepassten öffentlichen Infrastruktur. Mit der Sozialraumplanung wird in Erfahrung gebracht, in welchem Dorf, welche Infrastruktur benötigt wird.

Die vom Februar bis Juni 2025 erarbeitete Sozialraumanalyse zeigt die Bedürfnisse der Bevölkerung auf. Im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Fraubrunnen sollen diese für zukünftige Entscheidungen bezüglich Infrastruktur und Dienstleistungen, so gut als möglich, berücksichtigt werden.

Das vom Gemeinderat eingesetzte Projektteam verfasste aufgrund der Sozialraumanalyse folgende Handlungsempfehlungen:

  • Diskussion Ergebnis des Analyseberichtes mit der Gesamtbevölkerung (Anlässlich Informationsveranstaltung oder Worldcafés).
  • Gewünschte zentralisierte Infrastruktur in der Nähe vom Bahnhof Fraubrunnen planen, Bsp. Hofmatte Süd (grosser Einkaufsladen, Gemeindeverwaltung, Gesundheitliche Einrichtung, Kulturelle Zentren, Infrastruktur Rekja, Wohnen im Alter, Buffetrestaurant).
  • In jedem Dorf ein Begegnungsort, Treffpunkt mit entsprechender Einrichtung für Kinder, bis Senioren erstellen (Gebäude und Aussenanlage). Einbezug der Dorfleiste bei Standortwahl und Einrichtung. Einbezug der Kirchgemeinde.
  • Unterstützung von Vereinen, Organisationen und Gewerbe bei Veranstaltungen, mit dem Ziel die Gesamtgemeinde anzusprechen (Dorf übergreifend). Mit Werbung und allenfalls Organisation von Transportmöglichkeiten.
  • Förderung des öffentlichen Verkehrs Gemeindeintern im Rahmen Kosten/Nutzenanalyse. Kurzfristige Mobilitätsprojekte (Verwendung eigener Schulbusse, Organisation von Fahrgemeinschaften). Längerfristig evtl. auf zukünftige Innovationen abstellen (selbstfahrende Fahrzeuge).
  • Prüfen wie das Gewerbe in der Gemeinde gefördert werden kann, ohne Markt verzehrend einzuwirken.

Der Gemeinderat hat entschieden, die Handlungsempfehlungen im Rahmen der Legislatur Ziele 2026-2029 zu diskutieren.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung


Marc Eggimann

Bau & Planung, Bauverwaltung
Raumplanung
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